Portugal ist das vollständigste Surfland Europas und das einzige, in dem eine Stunde Fahrt die Bedingungen komplett ändert.
Die Westküste von Peniche bis Ericeira nimmt alles, was der Atlantik schickt. Eine exponierte, großzügige Küste, manchmal zu großzügig: An Tagen, an denen der Swell mehr liefert, als ein Beachbreak halten kann, sucht man besser Schutz, statt es zu erzwingen. Die Algarve im Süden spielt genau diese Rolle. Wenn der Westen unfahrbar ist, beruhigt sich die Südküste, und umgekehrt gilt dasselbe.
Die Saison läuft von Oktober bis April für die großen Tage, aber der Sommer ist nicht tot: Er ist nur kleiner und gleichmäßiger, und genau deshalb die Zeit, in der man Fortschritte macht. Der Norden um Porto bleibt kälter und deutlich leerer.
Es ist außerdem das Land mit der dichtesten Surf-Infrastruktur: Schulen überall, Boardverleih in jedem Dorf und eine Routine im Umgang mit Surfreisenden, die alles Übrige vereinfacht. Eine erste europäische Surfreise lässt sich hier organisieren, ohne das Land zu kennen.
Für wen das ist: ehrlich gesagt für alle. Anfänger finden das ganze Jahr Übungswellen, Fortgeschrittene finden Stoff zum Arbeiten, und Erfahrene finden im Winter Supertubos.

