Praktischer Guide

Die Gezeiten in Taghazout, und warum sie den Tag einteilen

Zwei der bekanntesten Spots laufen nur bei halber Tide. Wer das nicht einplant, verliert Vormittage an eine Küste, die gerade woanders läuft.

  • Beste Reisezeit
    September – April
  • Wassertemperatur
    18 – 22 °C
  • Beständigkeit der Wellen
    4,6 / 5
  • Atmosphäre
    Entspannt, authentisch

An dieser Küste ist die Tide keine Feinheit, sie ist der Stundenplan. Zwei der vier meistgenannten Spots rund um Taghazout laufen nur bei halber Tide, und ein dritter nur bei auflaufendem Hochwasser. Wer morgens ohne diese Information losfährt, sieht eine Küste, die woanders läuft.

Der Spot-Plan

Von zwölf dokumentierten Spots nennen elf eine bevorzugte Tide.

SpotOrtTideLevel
Anchor PointTaghazoutNiedrigwassersehr gut bis Experte
Hash PointTaghazoutNiedrigwasserfortgeschritten
PanoramasTaghazoutNiedrigwasserfortgeschritten
La SourceTaghazoutHochwasserfortgeschritten
MysteriesTaghazoutHochwassersehr gut bis Experte
Killer PointTaghazoutjedesehr gut bis Experte
Banana BeachTamraghtHochwasserAnfänger
Devil's RockTamraghthalbe TideAnfänger
Banana PointTamraghtjedeAnfänger
Cathedral PointImsouaneNiedrigwasserfortgeschritten
La BaieImsouanejedeAnfänger bis sehr gut

Zwei Dinge springen ins Auge. Die Taghazout-Points teilen sich auf: drei bei Niedrigwasser, zwei bei Hochwasser. Es gibt also fast immer einen, der läuft, sofern man bereit ist, den Spot zu wechseln statt die Uhrzeit.

Und drei Spots laufen bei jeder Tide: Killer Point, Banana Point und die Bucht von Imsouane. Das ist der Grund, warum der Imsouane-Tag in der Wochenmitte steht: Man bleibt im Wasser, solange es geht, statt ein Zeitfenster abzuwarten.

Was das für eine Woche bedeutet

Eine gut gebaute Woche wechselt zwischen den Tiden, statt sich an einem Spot festzubeißen.

  • Niedrigwasser am Morgen: Anchor Point, Hash Point oder Panoramas, je nach Level.
  • Hochwasser am Morgen: La Source, oder Banana Beach für Anfänger.
  • Der Tag ohne passendes Fenster: Imsouane, und der Tag ist gerettet.

Der Wind entscheidet die andere Hälfte. Er ist im Winter an 57 % der Zeit nutzbar und kommt im Lauf des Tages auf, weshalb Sessions morgens laufen. Tide und Wind zusammen ergeben in der Praxis ein Fenster von zwei bis drei Stunden, und ein Camp, das seinen Spot morgens wählt statt am Vorabend, ist genau deshalb sein Geld wert.

Was hier nicht steht

Keine Uhrzeiten und keine Tidenkoeffizienten. Die ändern sich täglich und stehen in jeder Vorhersage; was sich nicht ändert, ist welcher Spot welche Tide will, und das ist die Spalte, die man beim Planen braucht.

Für Boilers nennt kein Guide eine bevorzugte Tide, und für die Bucht von Imsouane auch nicht. Die Zeile bleibt leer, statt eine zu erfinden.

Häufige Fragen

Wie viel Zeitunterschied liegt zwischen zwei Tiden?

Rund sechs Stunden zwischen Hoch- und Niedrigwasser, also zwei nutzbare Fenster pro Tag für einen Spot mit fester Tide.

Kann man bei falscher Tide surfen?

Oft ja, nur schlechter: mehr Sektionen, weniger Länge, mehr Leute am einzigen funktionierenden Peak. Bei Anchor Point ist der Unterschied deutlich.

Zählt das auch für Anfänger?

Weniger, und das ist ein Vorteil. Banana Point und die Bucht laufen bei jeder Tide, Devil's Rock bei halber: Eine Anfängerwoche hängt kaum am Stundenplan.

Jeder Spot hat seinen eigenen Steckbrief, gelistet auf Surfspots in Marokko.

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