Die Kanaren sind der einzige Ort Europas, an dem man im Winter ohne dicken Neoprenanzug surft, und das erklärt alles Weitere.
Sieben Inseln, Riffe auf fast allen Expositionen, und eine Lage vor Afrika, die sie mitten auf die Route der nordatlantischen Swells stellt. Die Saison läuft von Oktober bis März, also genau dann, wenn der Kontinent ungemütlich wird. Lanzarote und Fuerteventura bündeln die bekanntesten Spots, Teneriffa und Gran Canaria bieten abwechslungsreichere Bedingungen und einfachere Logistik.
Der Punkt, den man verstehen muss: Es sind überwiegend Riffwellen, über Vulkangestein, keine Beachbreaks. Sie sind hohler, weniger nachsichtig, und der Untergrund verzeiht Stürze nicht. Wer als Fortgeschrittener ankommt und die Landes erwartet, ist am falschen Ort.
Die Inseln haben auch geschützte Buchten, in denen Schulen das ganze Jahr arbeiten. Lernen ist also möglich, nur eben nicht an den Spots, über die geredet wird.
Für wen das ist: für solide Fortgeschrittene und Erfahrene, die Winterswell wollen, mit erträglichem Wasser und vier Flugstunden. Für Anfänger auch, aber betreut und an den richtigen Spots.

