Ein erster Aufenthalt scheitert selten am Level. Er scheitert an sechs Entscheidungen, die vor der Abreise fallen, und jede lässt sich in fünf Minuten korrigieren.
1. Im Januar kommen, um zu lernen
Der Januar ist mit `ausgezeichnet` bewertet: für sehr gute Surfer und Experten, bei 2,2 Metern mittlerem Swell. Ein Anfänger verbringt die Woche am Rand.
Die Monate für einen ersten Aufenthalt sind April und Mai: 1,4 und dann 1,0 Meter, steigende Wassertemperatur, Andrang und Preise am tiefsten Punkt.
2. Sein Camp nach dem Preis wählen
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten dokumentierten Camp liegen 50 € auf die Woche. Das ist ein Gepäckzuschlag. Was wirklich schwankt, ist die Zahl der Schüler pro Lehrer und die Spots, an die man dich bringt.
3. Sein Board mitnehmen
Der Sperrgepäckzuschlag kostet oft mehr als die Miete vor Ort, und für einen ersten Aufenthalt ist ein Softboard ohnehin das richtige Werkzeug. Dein Board wählst du, wenn du weißt, was du willst.
4. Anchor Point anpeilen
Das ist die Welle aus den Videos, mit 4,9 bewertet, für sehr gut bis Experte angegeben und mit maximalem Crowd-Faktor. Zu früh hinzugehen heißt paddeln, während andere surfen.
Der beste Spot ist nicht der mit der besten Note. Es ist der, an dem du in dieser Woche die meisten Wellen bekommst.
5. Fünf Nächte buchen
Zwei Tage Akklimatisierung, drei Tage Surfen, und man reist ab, kaum dass es angefangen hat. Sieben Nächte sind das sinnvolle Minimum, und der Schritt von fünf auf sieben Nächte ist die beste Ausgabe der Reise.
6. Nicht nach dem Plan B fragen
Der Swell steigt, manchmal deutlich. Ein ernsthaftes Camp hat einen Ausweichspot und nennt ihn. Ein Camp, das mit „schauen wir mal" antwortet, wird deinen Tag streichen.
Die Zusammenfassung
| Entscheidung | Der Reflex | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Saison | Winter ist besser | April/Mai zum Lernen |
| Camp | das günstigste | die beste Betreuung |
| Board | das eigene | vor Ort mieten |
| Spot | der bekannteste | der zum eigenen Level |
| Dauer | 5 Nächte | 7 Nächte |
| Wetter | wird schon | einen Plan B verlangen |
Häufige Fragen
Braucht man ein Visum?
Die meisten europäischen Pässe reisen für einen touristischen Aufenthalt bis 90 Tage visumfrei ein. Die Regeln ändern sich: Prüfe sie bei einem Konsulat, bevor du etwas nicht Erstattbares buchst.
Welcher Neoprenanzug?
Das Wasser reicht von 18 °C im Winter bis 21 °C im Sommer. Ein 3/2 mm deckt den größten Teil des Jahres ab, im Wärmsten reicht ein Shorty. Die Camps vermieten beides.
Kann man kommen, ohne schwimmen zu können?
Nein. Das ist die einzige nicht verhandelbare Voraussetzung.
Die Saisons im Detail stehen im Guide zur besten Reisezeit, die Campwahl in welches Surfcamp.
