Irland ist ein Ziel für Surfer, die schon wissen, was sie suchen, und es macht daraus kein Geheimnis.
Die Westküste von Donegal bis Clare bekommt den nordatlantischen Swell ohne jede Dämpfung. Die Wellen sind kraftvoll, kalt und oft perfekt, wenn der Wind mitspielt. Bundoran, Lahinch und Easkey sind die Namen, die fallen, aber der Reiz des Landes liegt vor allem darin, dass es Dutzende Spots gibt, an denen niemand ist.
Der Preis dafür ist das Klima. Das Wasser ist ganzjährig kalt, und der Wind entscheidet fast alles: Ein auf dem Papier großartiger Swell kann unbrauchbar sein, weil der Wind falsch steht. Vorhersagen lesen zu können ist hier keine Feinheit, sondern die Bedingung für eine gelungene Reise.
Die beste Saison läuft von September bis November, wenn die Tiefs zurückkommen und das Wasser sein Minimum noch nicht erreicht hat. Der Sommer ist milder, aber deutlich kleiner.
Für wen das ist: für selbstständige, gut ausgerüstete Surfer, die bereit sind, für Schutz zu fahren. Kein Ziel zum Lernen, und die Schulen arbeiten in ein paar geschützten Buchten statt an der offenen Küste.

